Samstag, 7. November 2015

beautiful spot

Heute sind wir einiges gefahren: Von Mannum zu Walker Flat über den Fluss mit einer Fähre, dann über Swan Reach zu Blanchetown über den Fluß mit einer Fähre. Von dort aus nach Morgan zu Lock Nr. 2 (Schleuse), dann einen Platz zum Übernachten (Brocken Cliffs) gesucht, der hat uns aber nicht zugesagt. Dann nach Waikerie (über den Fluss mit einer Fähre), Houseboats angesehen und in einer Schokoladenmanufaktur (havenhand) (lecker schmecker Mandel Apricot Pralinen) einen Cappuccino getrunken.

einer der vielen Lookouts auf den Fluß

Fähre nur für uns (und kostenlos, da Teil des Straßensystems)

Am deutschen Eck (bzw. hier heisst das Pelikan Point)
Vorgestern Nacht hat es das erste Mal seit 2 Jahren geregnet, deswegen ist alles hier total vertrocknet.


Die armen backpacker müssen hier übernachten

Insgesamt sind wir eine ungerade Anzahl von Malen über den Fluss mit einer Fähre, also müssten wir jetzt auf der anderen Seite sein. Als Lehrer habe ich natürlich einen Erziehungsauftrag, den ich dahingehend erfülle, dass ich mitteile, dass der Murray River nach Amazonas und Nil der drittlängste Fluss der Erde ist. Das kann auch gerne mal in einer Ex abgefragt werden. Nur so mal als Tipp. 
Von dort aus gings zur Holder Bend Reserve, einem Platz am Fluss, wo man frei campen kann. Die Nachbarn haben mir gleich mal gezeigt, wie man das tackle an der rod befestigt, und mir gleich mal Angelhaken und eine Packung Mais geschenkt (als bait). Ein Einheimischer hat mir dann noch Würmer geschenkt, weil man damit mehr fängt. Jetzt hatte ich natürlich ein Problem. Ich wollte nicht unhöflich sein, musste also die Würmer verwenden. Ganz schön widerborstig die Viecher. Und wie die entsetzt schauen können, wenn man ihnen den Hacken durch das Gesicht steckt.
Jedenfalls ein netter Abend auf diesem Platz. Das erste Mal, dass wir so abseits der Zivilisation campen. Es gibt hier keinen Strom, Toiletten und Duschen, dafür aber Fliegen, Mücken, Ameisen und Schlangen.
Aber der Platz direkt am Murray River ist einfach toll. Die Abendsonne scheint runter, die Vögel plätschern und der Fluss zwitschert. Oder umgekehrt.

Es gab Toast mit der Grillzange über offenem Feuer zubereitet

Blick von unserem Platz aus

Nachts haben wir dann noch die Sterne beobachtet und dank meiner außergewöhnlichen Kenntnisse des Sternenhimmels (ok es war google stars) konnten wir das Sternbild des Pegasus ausmachen. 


Freitag, 6. November 2015

Der Murray River

Heute gings bei Nieselregen und 16 Grad los. Draußen Frühstück machen wollten wir nicht, also sind wir ins bavarian caffee zu einem typischen bayrischen Frühstück
  • Spinatquiche mit Salat für Biba
  • Das german breakfast für Gerhard (Ei, Bacon, gebratene Knackwurst, Toast, gebratene Tomate). Was es halt zu Hause auch immer gibt. Wobei die Knackwurst war gut, jedoch zu der Zeit graute es noch nicht nur dem Morgen.
Wir haben dann versucht, einen Griff fürs Auto zu kaufen, hatten aber keinen Erfolg.
Unser Weg führte über Victor Harbor, Port Elliot, Goolwa nach Milang an den Lake Alexandrina. Aber mangels gutem Wetter sind wir gleich weitergefahren nach Norden.
In Murray Bridge haben wir einen Kaffee in einem Cafe getrunken, in dem wir schon vor 3 Jahren mal waren.
Dann gings weiter nach Mannum, wo wir dann auch für die Nacht bleiben.
Uns ist nämlich aufgefallen, dass kurz nach Mannum die fruit fly zone beginnt. Es darf kein frisches Obst oder Gemüse transportiert werden. Da wir vorher natürlich groß eingekauft haben gab es halt zum Abendessen erst mal 4 Äpfel mit Bananen, Himbeeren, Erdbeeren, Passionsfruchtsyrup und Joghurt. Als Nachspeise dann Kiwis.
Morgen zum Frühstück gibts dann Guacamole mit Gurke und Tomaten als Beilage. Lecker. Ich freu mich schon.


Blick aus dem Cafe in Murray Bridge

Neben unserem Campingplatz in Mannum. Etwas Hochwasser gerade
In Mannum gibt's eine ganz altes Trockendock und einen alten Raddampfer. Wir hatten mal einen Film über eine Familie gesehen, die mit dem eigenen Boot den Murray befahren hat. Meist ist das nur noch streckenweise möglich, da die Landwirtschaft sehr viel Wasser zur Bewässerung rauspumpt. Der Fluß erinnert an den Mississippi.
Es geht doch nichts über eine klare Aussage. Für die Menschen ohne Kompass sogar mit Hilfe,

Donnerstag, 5. November 2015

rumsandeln

Heute war nochmal rumsandeln angesagt. Das very britishe Wetter ludt dazu ein. Hier der Blick des Tages vom Rosetta Head.



Dann waren wir noch einkaufen

ziemlich praktisch veranlagt diese Australier
Wir haben aber unsere Reisepläne überarbeitet. Ganz schön schwierig, weil man nicht jederzeit überall hinfahren kann (z.B. bei Regenzeit im Norden können die Straßen einfach gesperrt sein)




Leider haben wir nur diese Karte von Australien. Und so sehen die Eckpunkte aus:
  • Morgen Richtung Fires
  • Ende November Richtung Convicts, von dort dann zu den Deranged Gunmen
  • Danach an den Sharks with frickin' Lasers vorbei, über die Babykiller Dingos zu den Stinging Jellyfish.
  • Von da aus dann nach Neuseeland.
  • Danach hoch zu den Scorpions, so weit wie möglich. Und hier ist der Hacken. Dort könnten die Straßen noch gesperrt sein.
  • Wir wollen dann Claudia Ende April bei den Poisionous Snakes treffen (Sharks, Angry Natives, Crocodiles, Backpacker Murderers)
  • Danach gehts wieder runter zu den Giant Spiders, und zurückfliegen werden wir wahrscheinlich dann von Sydney.

Mittwoch, 4. November 2015

Yetipferde

und es gibt sie doch: Ich habe heute Yeti-Pferde gesehen mit buscheligen Füßen (Entschuldigung, beim Pferd sagt man Hand für Fuß. Das Pferd kann aber auch auf der Vorderhand abfußen??? Es gibt sogar eine Mittelhand?????Muß Biba fragen). Diese Yeti-Pferde ziehen eine Tram eine Strecke von mehr als 600 meter ! zur hiesigen Insel. Warum 10 Minuten laufen, wenn man die selbe Stecke mit dem Pferd in 20 Minuten schafft.


Biba meint, es sind Clydesdale Pferde, ich nenn sie Yeti-Pferde


Auf der Insel hat uns dann ein wildes Tier angefallen. Alle, die kein Blut oder Mörderechsen sehen können, sollten nicht weiterlesen.








Wir konnten den Angriff der Tannenzapfenechse mit unserer Hochgeschwindigkeitskamera, die im Nanosekundenbereich Bilder machen kann, festgehalten. Mit dem bloßen Auge kaum zu sehen.
Übrigens heisst die Echse so, weil sie so aussieht. Sie hat keinen Schwanz, sondern sieht hinten eigentlich gleich wie vorne aus, um Feinde zu irritieren. Beim Menschen heisst das dann ...-Gesicht, wenn jemand vorne genauso aussieht wie hinten. Ich schweife schon wieder ab.

Hier der Angriff mit Erläuterung:

1. Die Mörderechse visiert ihr Ziel und versucht harmlos auszusehen. Nichts entgeht ihrem Blick. Sie ist total konzentriert und angespannt.


2. In Sekundenbruchteilen schießt sie nach vorne


3. Das menschliche Auge hat die Bewegung bis hierher noch gar nicht wahrgenommen, jedoch ist sie kurz davor, bzw. dabei, ihr zähnefletschendes Maul zu öffnen


4. Ich erspare Euch weitere Bilder.




na gut, sie hat nur mit der Zunge die Kamera abgeleckt (Bild leider nichts geworden), aber wenn es ein weißer Hai gewesen wäre, dann...

Abends noch dem Galahkonzert quasi der Galah-gala gelauscht, wobei lauschen wäre bei dem Krach das falsche Wort.



Die Galahs machen ein Konzert, zwischendurch fliegen 5 weiße Kakadus durchs Bild. Die haben einen eher krächzenden Ruf

 

Dienstag, 3. November 2015

im Süden Nichts Neues

übrigens ist die nächste Landmasse im Westen von uns nicht Afrika (viel zu weit im Norden), sondern Südamerika. Wir sind ziemlich im Süden hier in Victor Harbor, wo wir noch ein paar Tage bleiben.
Heute haben wir eigentlich nur Wäsche gewaschen und anderen Leuten beim Arbeiten zugeschaut. Die Behörden finden die Bäume auf unserem Campingplatz zu unsicher, deshalb werden die radikal gefällt, bzw. nur die Stümpfe stehen gelassen. Dadurch verliert der Platz aber seinen Charme. Auch die Vögel kommen uns nicht mehr besuchen.


jetzt stehen da nur noch 2 Bäume. Schade.
Schöne Grüße an die Heimat. Passt auf Euch auf.

PS: Biba hat es endlich geschafft, ihre australischen Lieblingsvögel nah zu fototgrafieren

 

Montag, 2. November 2015

Hitchcock im Wick VapoRub Wald

Morgens nach einem Kaffee im Rogers Deli Kaffee in Kingscote habe ich erst mal einen Griff an unserem Auto abgefahren. Merkwürdigerweise schon wieder an dem verhexten Hotel von gestern (in dem wir übrigens bei unserer ersten Australienreise mal eine Nacht übernachtet hatten). Im Büro der Schifffahrslinie haben wir dann erfahren, dass wir entweder morgen früh um 5:30 vormittags oder heute noch um 4:30 nachmittags ans Festland übersetzen können. Da das Wetter schlechter wird, haben wir für heute gebucht.
Dann sind wir nach Emu Bay gefahren, einem hübschen Küstenort im Norden. Dort ist Biba ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgegangen, nämlich wilde Tiere zu fotografieren. Hier an der Bootsrampe mit fish cleaning table. Ziemlich praktisch alles.


Da man eigentlich fast überall mit dem Auto auf den Strand fahren kann, kann man natürlich auch sein Pferd hinkarren und dann erst mal Galopp reiten (hier spricht der Kenner).


Nach der Anstrengung erst mal saufen. Blöd nur, dass das Meerwasser ist
Noch ein nettes Örtchen: American River


Und jetzt wirklich das letzte Ziel auf Kangaroo Island: Pennington Bay. Links und rechts Klippen und ein toller Sandstrand ganz privat. Leider etwas zu kalt zum Baden.


Auf Wiedersehen Kangaroo Island
Auf dem Schiff haben uns dann noch Delfine begleitet, die wollten aber leider nicht fotografiert werden.
Unser nächstes Ziel heißt Victor Harbor. Wir sind jetzt 2 Monate unterwegs und müssen langsam mal Wäsche waschen.
Auf dem Weg dahin sind wir durch einen Wald (anscheinend eine angelegte Monokultur) von Eukalypthus Bäumen gefahren, die gerade geblüht haben. Richt genau so wie Wick VapuRub, nur intensiver. Heute Nacht werden wir bestimmt nicht krank.
 
so siehts am Strand in Victor Harbor aus

und Biba hat endlich ein vernünftiges Bild eines Galahs gemacht. Die fliegen ansonsten immer weg, wenn Biba sich nähert. Sie machen bei Dämmerung einen ohrenbetäubenden Lärm (ich glaube Hitchcock hat sie in seinem Film "Die Vögel" verwendet). Wir haben auch eine Tonaufnahme, die aber der blog hier nicht kann.

Sonntag, 1. November 2015

Mike + Echidna + Charma = ?

Heute morgen haben wir mal an all die Menschen gedacht, die uns was Nettes mit auf die Reise gegeben haben und uns so nett verabschiedet haben. Hier im Bild mal die Glücksbringer am Verstecken. Leider fehlt das Tierchen von Bianca noch, das ist im Moment noch auf dem Postamt in Brisbane, aber zumindest in Australien.



ziemlich leer der Campingplatz
 Los gings zum Platypus Walk in der Nähe des Flinders Visitor Centers, leider aber keines der possierlichen Tierchen gesehen. Trotzdem eine schöne Wanderung.



Mein zierliches Fingerchen neben einer Kampfameise
Dann gings zum Leuchtturm nach Cape Borda. Da die Klippen schon über 200 meter hoch sind, braucht der Leuchtturm nicht mehr alzu hoch zu sein.


 Und dann kam Mike mit seiner Führung. Wir haben Tränen gelacht. Er wohnt seit 8 Jahren am Leuchtturm (ziemlich einsam da) und ist besonders stolz auf seinen Leuchtturm. Tatsächlich ist es einer der letzten richtigen Leuchttürme mit Spiegeln, die meisten anderen sind nur noch beacons, die mit einer 12 Volt Lampe Blinksignale senden. Aber SEIN Leuchtturm hat noch ein richtiges Licht.


Auf der Fahrt nach Kingscote zu dem Campingplatz, wo wir schon waren, haben wir noch 2 (diesmal lebendige) Echidnas gesehen.


Abends hatten wir dann schlechtes Charma. Da es schon spät war, wollten wir essen gehen und nicht selber kochen. Also haben wir gefragt, wo man etwas lokales essen kann. Die Dame vom Office erklärte uns neben den Tatsachen, dass sie gerne seekrank würde, aber ihr fliegen nichts ausmache und sie aus Kreta käme und ihre Eltern gerne nach Rom reisten, wobei ihre Tochter heute 21 jahre alt würde und in Melbourne lebte, sie (nicht die Tochter, sondern sie selbst) eine Operation gehabt hätte und seitdem 6 kilo zugenommen hätte, sie aber jedes Jahr einmal eine Busreise über die Insel mache, und von ihrer Freundin erfuhr, dass Windbeutel nur dann gelängen, wenn man ganz frische Eier nähme, den Weg zum lokalen Pub.
Wir also da hin, aber der hatte heute leider zu. Also zum (gehobenen) Hotel. Dort gefroren, gewartet, bis endlich jemand unsere Bestellung aufnahm, gewartet, nach 60 Minuten nachgefragt, warum unser Essen nicht kommt, erfahren, dass das Bestellte aus ist und schlussendlich dankend abgelehnt haben, dort zu essen.
Haben wir so noch nie erlebt. Wahrscheinlich unser Charma. Ich wollte eigentlich da eh nicht hin. Bleibt die Frage, ob ich diese Probleme dadurch ausgelöst habe, oder ob ich eine Vorahnung hatte und deshalb nicht hinwollte.
Egal, wir haben viel erlebt, nette Menschen getroffen und ein paar sehr schöne Tage gehabt.